Autokindersitz Test | Auf diese Prüfsiegel ist beim Kauf zu achten!

Sicher & geschützt mit Mini unterwegs.

Die Erstausstattung für Babys besteht aus einer Vielzahl von Dingen, die neu angeschafft werden müssen um allen Bedürfnissen des Nachwuchses gerecht zu werden. Während der Kinderwagen für Ausflüge zu Fuß dient, muss für das PKW ein geeigneter Autokindersitz angeschafft werden. Um Mini sicher zu transportieren, sollte der Kindersitz im Test von Autobild und der Stiftung Warentest die vorderen Plätze belegt haben.

Da das Wissen bezüglich der Sicherheit stetig erneuert wird, wird auch die Technik und die Anforderungen an diese, festgehalten in Normen, weiter entwickelt. Da es im schlimmsten Fall um das Leben eines Kindes geht, sind viele Dinge wie Prüfsiegel, Sitzgruppen, unterschiedliche Typen von Sitzen und Halterungen zu beachten um den richtigen Sitz für das Kind zu finden.

Vor- und Nachteile von Babyschalen und Reboardern

Kiddy Autokindersitz - Testsieger - Stiftung Warentest

Babyschale – Testsieger 2016 der Stiftung Warentest

Ein Vergleich der Babyschale und des Reboard-Kindersitzes ist schwierig, da der Reboard-Kindersitz die Babyschale üblicherweise ersetzt, sobald das Kind eine gewisse Größe erreicht hat. Grundsätzlich sind beide Kindersitze ähnlich geeignet, was jedoch an der rückwärtsgerichteten Position liegt.

Die Hals- und Nackenmuskulatur kann den vergleichsweise großen Kopf noch nicht halten, wobei bei Unfällen mit rückwärtsgerichteten Sitzen der Kopf in den Sitz einsinkt, anstatt nach vorn geschleudert zu werden, und schwere bis tödliche Verletzungen verhindert werden.

Tatsächlich haben beide Sitze zumindest zwei Vor- und Nachteile: Eine Babyschale ist nur wenige Monate nutzbar. Sobald der Kopf anfängt über den Rand zu ragen, muss sie gegen einen Reboarder ausgetauscht werden. Ein Reboarder spart also Geld, da er anstatt der Babyschale von Anfang an genutzt werden kann. Der Nachteil ist jedoch die ungünstige Körperhaltung des Kindes. Die gesamte Muskulatur ist noch sehr schwach und kann den Körper nur unzureichend stützen, weshalb sich vor allem Babys viel bewegen können sollten um Muskeln zu trainieren und die Liegeposition zu verändern. Dies ist bereits in Babyschalen nahezu völlig unmöglich. Der Reboard-Kindersitz verstärkt das Problem zusätzlich, da hier das Kind deutlich aufrechter sitzen muss, was es anfangs noch nicht kann und sollte.

Die Unterteilung in Sitzgruppen

Kindersitze müssen dem Alter, der Größe und dem Gewicht eines Kindes angepasst werden. Der Kindersitz kann nur ausreichend viel Sicherheit bieten, wenn das Kind sicheren Halt darin hat. Damit man eine Orientierungshilfe hat, welcher Kindersitz geeignet ist, sind diese in unterschiedliche Sitzgruppen eingeteilt. Es gibt insgesamt acht Sitzgruppen von 0 bis 3, die für Neugeborene bis hin zu Kindern im Alter von 12 Jahren und einem Körpergewicht bis 36 kg geeignet sind.

Die Sitzgruppe 0 ist dabei für Babys bis zu einem Gewicht von 10 kg und einem Alter von 9 Monaten geeignet. Da Babys besonders empfindlich sind, muss trotz eines geeigneten Kindersitzes darauf geachtet werden, dass in Gefahrensituationen die Belastung für den kleinen Körper so gering wie möglich gehalten werden. Aus diesen Gründen muss der Kindersitz für Babys entweder quer zur Fahrtrichtung oder entgegen der Fahrtrichtung angebracht werden. So werden Verletzungen im Nackenbereich vermieden, die andernfalls entstehen können, wenn der relativ große Kopf von der noch schwachen Halsmuskulatur nicht abgefangen werden kann.

Erst bei der Kindersitz Gruppe 1, bei Kindern im Alter von wenigstens 9 Monaten und einem Gewicht von 9 kg dürfen, bei den weiteren Gruppen müssen, die Kindersitze auch in Fahrtrichtung ausgerichtet werden.

Vorteile von Autokindersitzen mit Isofix Halterung

Isofixhalterung - Autokindersitz

Maxi-Cosi Isofixhalterung für Kindersitze

Selbst der beste Kindersitz nützt nichts, wenn er nicht angemessen befestigt wird. Dazu sind in der Regel die Gurte gedacht, die auch sonst zum Anschnallen genutzt werden.

Eine alternative Befestigungsmöglichkeit ist die Isofix Halterung. Dabei handelt es sich um eine Art von Gestell, in das der Kindersitz, genauer gesagt die Babyschale, eingesetzt wird und einrastet. Die Isofix Halterung wird im Fahrzeug eingebaut oder ist in den meisten Neuwagen bereits vorinstalliert. Die Halterung besteht zumeist aus zwei Teilen, die zwischen der Rückenlehne und der Sitzfläche eines Sitzes eingesetzt werden.

Neue Modelle werden noch zusätzlich nach vorne hin im Fußraum abgesichert und manche weiterhin auf eine einfache Weise mit einem Gurt nach oben hin gesichert. So kompliziert dies klingen mag, so einfach ist diese Haltevorrichtung in der Praxis zu bedienen. Da es sich in der Hauptsache um einrastende Teile handelt, ist ein umständliches Festschnallen der Babyschale nicht mehr notwendig.

Damit auch hier ein absolut sicherer Halt garantiert ist, bieten die verschiedenen Modelle der Isofix Halterung unterschiedliche Kontrollsignale. Diese bestehen aus deutlichen Klick-Geräuschen oder optischen Signalen, die ein sicheres Einrasten des Sitzes in die Isofix Halterung garantieren. So lassen sich Kindersitze bequemer, schneller und sehr sicher befestigen.

Vorraussetzungen für die Isofix Halterung

Wichtig ist, dass für diese Befestigungsmethode verschiedene Voraussetzungen erfüllt sein müssen. Einerseits muss der Kindersitz das passende Gegenstück zum Gestell der Isofix Halterung bieten, damit er überhaupt ordnungsgemäß in diese eingesetzt werden kann.

Für das Gestell, also die eigentliche Isofix Halterung müssen ebenfalls entsprechende Befestigungspunkte vorhanden sein.

Die Isofix Halterung ist jedoch erst seit dem Jahr 2004 allgemein zugelassen, wohingegen sie bis dahin für jedes Fahrzeug und jeden Kindersitz gesondert zugelassen werden musste. Daraus folgt, dass die Halterungen für das Gestell erst in Fahrzeugen des Baujahrs 2004 oder jüngerer Baujahre zu erwarten sind. Trotzdem sind auch bei Neuwagen nicht immer die Verankerungen vorhanden.

Damit ältere Fahrzeuge und Neuwagen ohne werksseitige Ausstattung mit einer Isofix Halterung trotzdem eine solche ermöglichen, kann die Verankerung zumeist ohne Probleme, und mit originalen Bausätzen der jeweiligen Marke nachgerüstet werden. Das Nachrüsten der Verankerung für eine Isofix Halterung kann von einer Werkstatt durchgeführt werden. Der Einbau ist jedoch sehr einfach und kann mit ein wenig Geschick auch problemlos in der eigenen Garage erfolgen. Somit ist es grundsätzlich möglich Kindersitze mit einer Isofix Halterung in jedem Auto zu benutzen, sofern sicher gestellt ist, dass eine solche vorhanden ist oder nachgerüstet werden kann.

Wie lange kann der erste Autokindersitz genutzt werden?

Die mögliche Nutzungsdauer des Kindersitzes hängt von einer Reihe von Faktoren ab. Sofern der Kindersitz keine nennenswerten Abnutzungserscheinungen aufweisen sollte, die eine Gefahr für die Sicherheit des Kindes darstellen könnten, hängt dieser Zeitrahmen vom Alter und Wachstum des Kindes, sowie von der jeweiligen Sitzgruppe ab.

Für Babys sind die drei Sitzgruppen 0, 0+, 0-1, geeignet. Das Mindestalter und Mindestgewicht liegt jeweils bei 0, jedoch ist die maximale Nutzungsdauer von der jeweiligen Sitzgruppe abhängig. Die Sitzgruppe 0 ist lediglich für Neugeborene gedacht und kann bis zu einem Alter des Kindes von 9 Monaten sowie einem Gewicht von maximal 10 kg genutzt werden.

Die Sitzgruppe 0+ erlaubt die Nutzung bis zu einem Alter des Kindes von 18 Monaten und einem Gewicht von 13 kg.

Kindersitze der Sitzgruppe 0-1 können im Bereich der Baby Erstausstattung am längsten genutzt werden und sind bis zu einem Alter von 4 Jahren, sowie einem Gewicht von 18 kg geeignet.

In jedem Fall sollte bedacht werden, dass es sich hierbei lediglich um Richtwerte handelt. Manche Kinder wachsen etwas schneller oder langsamer und haben dann ein anderes Gewicht, als der Durchschnitt. Dann sollte der Kindersitz bei höherem Gewicht eher ausgetauscht werden.

Prüfsiegel für Kindersitze

Autokindersitz Prüfsiegel

Autokindersitz Prüfsiegel

Es gibt unterschiedliche Prüfnormen und Anforderungen denen ein Kindersitz genügen muss. Ältere Kindersitze tragen die Prüfsiegel ECE 44/01 und 44/02. Diese Normen sind jedoch veraltet und solche Kindersitze sind nicht mehr zugelassen.

Die aktuellen Prüfnormen werden durch ein Siegel mit ECE 44/03 oder besser mit ECE 44/04 markiert. Gelegentlich werden diese Namen um ein R erweitert, wodurch es ECE-R 44 lautet. Dies gibt die geltende Norm des Kindersitzes an. Die Kennzeichnung 03 oder 04 weist auf die Prüfnorm hin, mit der ein Sitz getestet wurde, wobei 04 der aktuellsten Norm entspricht.

Diese Nummer steht nicht immer direkt hinter der ECE-R 44 Kennung, sondern kann weiter unten am Anfang der Zulassungsnummer stehen. Weitere Informationen, die das Siegel enthält sind eine Angabe ob sich der Sitz universal in beliebigen Autos einsetzen lässt oder nur ein bestimmter Fahrzeugtyp zugelassen ist.

Etwa mittig ist das zulässige Gewicht des Kindes angegeben. Dieser Angabe muss unbedingt besondere Beachtung geschenkt werden, da ein zu großes Kind nicht mehr ausreichend geschützt ist.

Unterhalb der Gewichtsangabe ist ein Kreis mit einem E und einer Ziffer. Das E signalisiert, dass es sich um ein europäisches Prüfzeichen handelt, die Nummer gibt das Prüfland an.

Im Kindersitz Test führen die bekannten Hersteller

Bei der Suche nach einem hochwertigen Autokindersitz, sollte sich nach bekannten Herstellern für Kinder Zubehör umsehen. Beispiele für solche Marken sind Maxi-Cosi, Cybex, Recaro und Römer. In verschiedenen Kindersitz Tests, beispielsweise von Autobild und ADAC sind diverse Babyschalen und Reboard-Kindersitze, der bekannten Hersteller, für Neugeborene sehr weit Vorne in den Ranglisten.

Modelle des Herstellers Recaro sind vor allem ab einem Alter von einem oder auch ab 4 Jahren häufig in den Ranglisten zu finden. Dies gilt auch für sehr viele Modelle der Firma Römer. Dabei zählt jedoch nicht nur ein reines Testergebnis, sondern auch die Meinung der Eltern, die Kindersitze im Alltag beurteilen können. Hier wird sehr häufig die Firma Römer genannt, wobei auch immer betont wird, dass es viele gute Alternativen gibt.

Alle genannten und auch weitere namhafte Hersteller haben gute, jedoch den Testergebnissen nach urteilend, nicht immer erstklassige Produkte im Angebot. Da sich jedoch das Sortiment stetig ändert, nützt es nicht viel bestimmte Modelle von Kindersitzen zu empfehlen. Bei der Suche sollte vor allem auf Testberichte geachtet und die Kindersitze online, besser jedoch im Fachgeschäft verglichen werden. Dadurch ist es einfacher das perfekte Modell, unabhängig vom Hersteller, zu finden.